Routenbeschreibungen Wohnmobil
Kanada 1998 - 2000 + 2004

 

 

Reise 1998 (West-Kanada -> Klassische Nationalparktour)

Calgary – Canmore – Banff - Rocky Mountain House – Jasper - Lake Louise – Revelstoke – Kamloops - Lac La Hache – Whistler – Vancouver – Courtenay – Victioria – Vancouver – Oliver – Revelstoke - Radium Hot Springs – Banff - Calgary

Von unserem Start- und Endpunkt Calgary führt uns die Fahrt direkt in die Nationalparks von Banff und Jasper. Für diese Tour haben wir uns eine Jahreskarte für Nationalparks gekauft. Dies kam uns billiger als jeden Tag einzeln zu bezahlen. Auf dieser klassischen West-Kanada Tour waren wir immer wieder über die Gastfreundschaft unter Campern und auch Einheimischen erstaunt. Besonders in Banff lernten wir morgens einen netten Camper kennen, der uns weil er gerade auf dem Heimweg war, sein gesamtes gefrorenes Essen in unser Gefrierfach räumte ohne etwas dafür zu verlangen. Da waren wir schon ganz schön baff. Besonders gut gefiel uns die ruhige Lebensweise ohne Hektik und Stress. Das alles waren für uns ganz neue Erfahrungen. So wie auch mit dem Wohnmobil (Recreation vehicle) zu fahren und darin zu wohnen. In Deutschland hatten wir gerade mal in einem kleinen Zelt wie es jeder Jugendliche früher hatte übernachtet. Die Ausmaße eines solchen WoMo´s waren schon sehr beachtlich. Aber auf den Straßen von Kanada ist das alles kein Problem. Sogar in Großstädten kommt man sehr gut durch. Natürlich unternahmen wir auch ein paar Wanderungen, wobei mir trotz der vielen Bärenglöckchen, lautem singen und ab und zu in die Hände klatschen, sehr mulmig war. Ich glaube aber das geht jedem so, der das erste Mal in dieser Wildnis umherwandert. Da wir sehr Früh im Jahr zu dieser Fahrt gestartet sind, hatten wir meistens auf den Campingplätzen oder bei Wanderungen mit Schnee zu kämpfen. Insgesamt aber hatten wir die 3 Woche die wir unterwegs waren tagsüber immer bis zu 30°C. Als wir zurück kamen war in Calgary sogar fast der Wassernotstand ausgebrochen. Trotzdem waren meine Frau und ich sehr begeistert von der Natur und beschlossen in diesem Urlaub das wir auch nächstes Jahr wieder nach Kanada reisen.

Urlaubsdauer 3 1/2 Wochen - Gefahrene Strecke = 5.300 km

 

Reise 1999 (West-Kanada)

Calgary – Edmonton - Dawson Creek - Watson Lake – Whitehorse - Beaver Creek - Staatsgrenze Kanada – USA - Fairbanks (USA) - Strecke zurück bis kurz vor Beaver Creek - Dease Lake – Hazelton - Prince George - 100 Mile House – Jasper – Banff - Calgary

Auch in diesem Jahr wählten wir als Start- und Endpunkt Calgary aus. Um zu Beginn der Reise nicht wieder die gleiche Richtung zu fahren, wählten wir diesmal als ersten Anlaufpunkt Edmonton aus. Hier soll ja die große West Edmonton Mall sein. Dort waren wir dann auch. Auf einer Gesamtfläche von 11 Fußballplätzen gab es alles was das Herz begehrte. Hinzu kamen noch eine Schlittschuhbahn, ein großer Wasservergnügungspark und ein Areal mit einem großen Schiff und Delphinshow. Hier konnte man sogar mit einem kleinen U-Boot um das Schiff fahren. Hier verbrachten wir einen ganzen Tag und der wurde zum shoppen genutzt. Mittagessen gabs im Planet Hollywood und zur Happy Hour saßen wir im Hard Rock Cafe. Nun war es an der Zeit sich in die Wildnis zu begeben. Für die Tour hatten wir ein kleineres Wohnmobil gemietet. Die Fahrt führte uns nach Dawson Creek wo wir endlich auf die berühmte Mile „0“ des Alaska Highway´s trafen.  Den Endpunkt auf dem Alaska Highway hatten wir noch nicht festgelegt. Auf der Fahrt hatten wir überwiegend schlechtes Wetter, was uns immer wieder ermutigte weiter zu fahren. Je weiter wir in den Norden fuhren desto abwechslungsreicher wurde das Wetter.  Auf einer Fahrt hatten wir Sonne, Regen und dann sehr starken Schneefall, der uns sogar zur Rast zwang. Naja, an dieser Fahrt war das auch kein Wunder, den wir legten 900 km an diesem Tag zurück. Einen sehr schönen Campingplatz fanden wir an einem See in sehr ruhiger Lage. Diese Fahrt kam unserem geplanten Endpunkt in Alaska sehr gelegen. Wir schafften es bis nach Fairbanks hoch. Nach ein paar kleinen Schwierigkeiten an der Grenze nach Alaska stand uns nichts mehr im Wege Fairbanks zu erreichen. Kurz vor Fairbanks besuchten wir in North Pole noch den Weihnachtsmann und übernachteten dann anschließend in Fairbanks. Hier mussten wir feststellen das nicht nur der Dollar sehr hoch ist, auch die Preise waren sehr utopisch. Kleiner Tipp: Einkaufen vor Grenzüberschreitung. Das Problem auf dieser Tour war, dass es nur eine Straße hoch nach Alaska führt. Also mussten wir fast die gleiche Strecke wieder zurück fahren. Kurz vor Watson Lake bogen wir aber dann Richtung Süden ab um nach Price George zu gelangen. Insgesamt bewältigten wir ca. 150 km Baustelle auf dem Alaska Highway. Über die Bekannten Nationalparks von Jasper und Banff ging's dann wieder Richtung Calgary.

Urlaubsdauer 2 1/2 Wochen - Gefahrene Strecke = 7.500 km

 

 
Reise 2000 (Ost-Kanada)

Toronto - Niagara Falls – Kingston – Montreal – Ottawa – Pembroke - Algonquin Provincial Park – North Bay – Sudburry - Parry Sound - Owen Sound – Kitchener – Hamilton - Toronto

Für die Fahrt im Osten Kanadas wählten wir als fahrbaren Untersatz diesmal ein Pickup mit Aufsatz. Dazu hatten wir uns entschlossen, da wir mehrere Großstädte besuchen wollten. Dies stellte sich im nachhinein als sehr gute Wahl heraus. War auch schon immer mein Traum mit einem Pickup zu fahren. Da unser Pickup-Camper noch nicht startklar war, durften wir erst einmal mit einem anderen Pickup einkaufen fahren. Anschließend räumten wir unser Gefährt ein. Da es an diesem Tag wenig Sinn gehabt hätte eine größere Strecke zu fahren, entschlossen wir uns die nahegelegenen Niagara Falls anzusteuern. Auf dem Weg dorthin gerieten wir in die Rouschhour. Stau ohne Ende. So kamen wir doch Spätabends auf einem Campingplatz an. Trotzdem nutzten wir die Gelegenheit die Niagara Fälle bei Nacht zu bewundern. Geschlaucht vom Stau begann unser Urlaub erst am nächsten Tag. Über den 1000 Island Parkway fuhren wir über Kingston in den französischen Teil von 
Kanada. Hier übernachteten wir in Montreal. Zu Beginn ist uns gleich eines aufgefallen. Spricht man hier kein französisch, wird man überhaupt nicht beachtet. Komisches Volk. Nach einem Stadtbummel in Montreal ging's Richtung Ottawa. Vor dem Parlamentsgebäude sahen wir schon von weitem einen großen Menschenauflauf. Leider konnten wir uns darauf 
keinen Reim machen. Später stellte sich heraus, dass der ehemalige Regierungschef Trudeau gestorben ist und alle auf dem Vorplatz des Parlamentsplatzes Abschied von ihm nehmen wollten. Manche standen sogar mehr als 2 Stunden. Überall im ganzen Land waren die Fahnen auf Halbmast. Das zeugt von sehr hohem Nationalstolz. Unserer nächster Anlaufpunkt mit Zwischenstop in Pembroke war der Algonquin Provincial Park. Ein sehr 
schöner Park mit vielen Wanderwegen und auch für die Kanuten ist bestens gesorgt. Hier starteten wir unsere erste Kanutour. Anschließend fuhren wir über North Bay, Sudburry, Parry Sound, Owen Sound Richtung Kitchener, wo das zweitgrößte Oktoberfest stattfinden soll. Man darf hierbei aber jetzt nicht an das traditionelle Oktoberfest in München denken. Es gibt zwar viele Bierhallen, sind aber in der ganzen Stadt verteilt und Kosten Eintritt. Im Stadtzentrum war auch etwas aufgebaut. Hört sich teilweise sehr komisch an wenn Kanadier versuchen deutsch zu singen. Alles in allem war es für uns sehr enttäuschend. 
Alles sehr kitschig. Hauptsache wir waren mal dort. So langsam aber sicher konnten wir schon wieder an den Rückflug denken. Doch zum Abschluss übernachteten wir noch 2 Tage in Toronto. Einer der schönsten Großstädte in Kanada. Hier kann man sehr viel unternehmen. Hier hatten wir uns mit Bekannten aus dem Nachbarort in Deutschland am CN-Tower verabredet. Zu viert zogen wir durch die Einkaufmeile von Toronto. Dieser Tag ging sehr schnell vorbei und wir mussten zurück zu Cruise Canada fahren und unsere Sachen packen. An den beiden vorangegangenen Reisen übernachteten wir immer noch einmal im Hotel. Diesmal flogen wir am gleichen Tag. Zeitlich passte alles. Das war nun der dritte Kanadaurlaub.

Urlaubsdauer 2 1/2 Wochen - Gefahrene Strecke = 3.500 km

 

 

Reise 2004 (Ost-Kanada)

Toronto - Algonquin Provincial Park - Kingston - Ottawa - Montreal - Quebec-City - Montreal 

Nach der Ankunft in Toronto und einer sehr turbulenten Nacht (Feueralarm um 3.30 Uhr), haben wir die beiden WoMo´s vom Vermieter Canadream Campers übernommen. Dieses mal haben wir größere Wohnmobile bekommen als von Deutschland aus über das Internet gebucht. Die Internetbuchung über Camperboerse.de hat sich als sehr gut bestätigt. Man kann sagen das man sehr viel Geld spart wenn man das Internet nutzt. Nachdem wir eingekauft haben und mitten in der Nacht einen Campground gefunden haben, ging's an Abendessen und dann nix wie ab ins Bett. Am nächsten Tag stand die Besichtigung von Downtown Toronto an. Hier ging sehr viel Zeit im CN-Tower und Eaton-Center drauf. Das Wetter war in diesem Urlaub ganz schön unterschiedlich. Schlechtes Wetter mit starken Regenfällen zwang uns häufig eine Shopping Mall zu besuchen. Über Shanty Bay nach Huntsville. Kurzer Stadtbummel mit Cafe. Auf dem Weg zum Algonquin Park hatten wir Schneefall. Mew Lake Campground eingecheckt. Nach dem Frühstück wandern auf dem Two Rivers Lake Trail ( 2,1 km ). Am Mittag den Spruce Pog Boardwalk gelaufen und dann durch den Park gefahren. Viele Moose gesehen. Am darauffolgenden Tag Fahrt nach Kingston. Tour durch Kingston. Fort Henry war leider geschlossen. Aus diesem Grund sind wir nach Ganonoque gefahren. Fahrt über 1000 Islands nach Upper Canada Village. War leider auch geschlossen. Trotzdem ließ man uns hinein und wir konnten ein wenig die alten Häuser anschauen. Danach Richtung Ottawa. Campground in Greely gefunden. Zur Stadtbesichtigung nach Ottawa gefahren. Besuch des Parlament Hill und dann in Hull das Museum der Zivilisation. Am nächsten Tag sind wir über Hull nach Montreal gefahren. Aus versehen die falsche Richtung gefahren. Dann mit Hilfe eines Harley Quebekers wieder auf den richtigen Weg gebracht worden. Leider wurde der Biker von einer Polizeikontrolle angehalten und wir mussten weiter fahren. Zwischenstop in Montebello (Mittagessen am See)  und Hawkesbury. Dort Städtchen angeschaut und mit Police Officer gequatscht. Dann weiter nach Montreal auf den KOA Süd. Zuerst Old Montreal und dann Downtown besichtigt. Zum Tagesabschluss den Olympia Park und dann Chinatown durchlaufen. Fahrt am Nordufer nach Quebec City. Montreal ca. 2 Stunden durch die Innenstadt gebraucht. Küstenstrasse nach Quebeck. In Trois-Revierse Mittagslunch. Frau Angel getroffen. Stadtbesichtigung in Quebeck mit Fährfahrt. Rückfahrt am Südufer des St. Lorenz Stroms bis Sorel-Tracy. Dann auf den Highway nach Montreal. Sehr lange Fahrt. Zuerst hatten wir Regen und dann Sonne. In Montreal haben wir uns dann verfahren. Dann doch mit viel Stau am Ziel angekommen. RV innen und außen geputzt, da es am nächsten Tag wieder Richtung Heimat ging. Fahrt zu Canadream Campers. Wohnmobile ohne Probleme und Beanstandungen zurück gegeben. Alles super geklappt.

Urlaubsdauer 2 Wochen - Gefahrene Strecke = 2.470 km

 

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